Frauen in der IT: Wie der Einstieg gelingt – Tipps und Erfahrungen von Noémi Meißner

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  • Frauen sind in der IT unterrepräsentiert. Dabei ist der Zugang zur IT für viele weniger eine Frage von Talent als von Mut, Umfeld und Unterstützung.
  • Evolit setzt auf konkrete Rahmenbedingungen, die den Einstieg erleichtern: strukturierte Einarbeitung, Mentoring und Lernkultur.
  • Im Interview erzählt Noémi Meißner, wie sie ohne klassische IT-Vorerfahrung in die Branche kam, was ihr geholfen hat und was sie Frauen rät, die den Schritt in die IT wagen wollen.

Die IT-Branche wächst rasant, doch Frauen sind nach wie vor unterrepräsentiert. Laut aktuellen Studien liegt der Anteil weiblicher Beschäftigter im europäischen Tech-Sektor bei nur etwa 22 %, eine Unterrepräsentation, die Innovation und Talententwicklung hemmt. Bei Evolit sind knapp 30 % unserer Mitarbeitenden Frauen. Ein Wert, der über dem Branchendurchschnitt liegt und auf den wir stolz sind. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich daran, diesen Anteil weiter zu erhöhen und neue Impulse in unser Team zu bringen.

Vielfältige Sichtweisen sind für uns ein zentraler Erfolgsfaktor: Sie bereichern Projekte, schaffen Raum für neue Ideen, nachhaltige Lösungen und stärken die Zusammenarbeit. Unser Ziel ist es, weibliche Fachkräfte in der IT sichtbar zu machen, die unsere digitale Welt prägen. Von Entwicklerinnen bis hin zu Projektmanagerinnen.

Maßnahmen für mehr Frauen in Tech

Studien zeigen, dass Frauen in Tech an mehreren Punkten aus dem Talentpool fallen: bereits während der Ausbildung, beim Einstieg ins Berufsleben, bei der Bindung im Unternehmen und beim Aufstieg in Führungsrollen. Um dem entgegenzuwirken, setzen erfolgreiche Unternehmen auf gezielte Maßnahmen. Dazu zählen Mentoring, Coaching, sichtbare Role Models und flexible Arbeitsmodelle, die Frauen gezielt fördern. Auch die Karrierepfade werden transparent gemacht, sodass Talente klar erkennen, welche Möglichkeiten sie im Unternehmen haben. Zusätzlich ist es sinnvoll, den Talentpool zu erweitern, indem auch Quereinsteigerinnen und Frauen aus nicht-traditionellen Tech-Bereichen gezielt angesprochen und gefördert werden.

Früh anzusetzen ist dabei entscheidend: Bereits während der Ausbildung und des Studiums können Praktika, Mentoring-Programme und gezielte Förderung junge Frauen motivieren, eine Tech-Karriere einzuschlagen.
Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand: Durch mehr Vielfalt steigen Innovation und Problemlösungsfähigkeit, gleichzeitig erhöht sich die Produktivität der Teams. Unternehmen sichern sich einen größeren Talentpool, fördern Nachwuchs und steigern langfristig die Bindung und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiterinnen.

IT-Quereinstieg: So gelingt der Start ohne technischen Background

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Noémi Meißner ist seit 2025 bei Evolit als IT-Projektmanagerin tätig. Bereits während ihres Bachelorstudiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem großen Softwareunternehmen und erhielt erste Einblicke in IT-Projekte und Entwicklungsprozesse. Nach ihrem Master of Science in Operations Management war sie in anderen Branchen tätig. Dort erkannte sie, wie sehr ihr die Dynamik, Offenheit und Arbeitsweise technologiegetriebener Projekte fehlte. Deshalb entschied sie sich bewusst für die Rückkehr in die IT.

Heute koordiniert Noémi cross-funktionale Teams und begleitet Kund:innen bei der Umsetzung komplexer Digitalisierungsprojekte. Besonders schätzt sie die offene Kommunikation, den Teamzusammenhalt und die Möglichkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Im Gespräch: Noémi Meißner, IT-Projektmanagerin

Evolit: Noémi, wie bist du ursprünglich in die IT gekommen?
Noémi: Tatsächlich eher zufällig! Es wurde damals eine Werkstudentenstelle frei, ich habe mich beworben und bin so in die IT eingestiegen. Ich hatte davor kaum Berührungspunkte, aber der Einstieg hat mir gezeigt, dass man nicht alles können muss, um anzufangen.

Evolit: Was hat dich an der IT-Welt so überzeugt, dass du gesagt hast: „Hier bleibe ich“?
Noémi: Die Arbeitsatmosphäre. Ich war zwischenzeitlich in anderen Branchen tätig und habe gemerkt, wie sehr mir in der IT der Teamzusammenhalt, die offene Kommunikation und die Art zu arbeiten gefallen. Das war für mich ein entscheidender Faktor.

Evolit: Welche Fähigkeiten sind in deinem Projektalltag besonders wichtig?
Noémi: Zeitmanagement und Priorisierung. Man hat viele Abhängigkeiten, viele Abstimmungen und muss den Überblick behalten. Gleichzeitig ist Kommunikation extrem wichtig, vor allem wenn man ohne formale Führungsrolle arbeitet.

Evolit: Gerade als Quereinsteigerin: Was war für dich anfangs besonders herausfordernd?
Noémi: Für mich war es, für mich selbst einzustehen. Gerade am Anfang ist das nicht leicht. Ich habe gelernt, dass offene Kommunikation vieles einfacher macht und Konflikte oft schneller löst, als man erwartet.

Evolit: Du hattest zu Beginn keine IT-Erfahrung. Worauf bist du heute besonders stolz?
Noémi: : Darauf, wie viel ich gelernt habe. Durch Mentoring konnte ich mich schnell einarbeiten. Heute verstehe ich viele technische Zusammenhänge und kann Projekte nicht nur organisatorisch, sondern auch inhaltlich begleiten.

Evolit: Was würdest du Frauen sagen, die denken, ihnen fehlt das technische Know-how für den Einstieg in die IT?
Noémi: Einfach anfangen. Dieses „Ich kann das nicht“ ist oft nur eine mentale Hürde. Technische Fähigkeiten lassen sich lernen. Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen und den Mut zu haben, den ersten Schritt zu machen.

Warum Mut wichtiger ist als Vorkenntnisse

Der Einstieg in die IT ist selten eine Gerade, aber er ist machbar, wenn Umfeld, Lernkultur und die eigenen Erwartungen zusammenspielen. Noémis Geschichte zeigt: Man muss nicht „fertig“ starten, um in Tech erfolgreich zu sein. Entscheidend ist der erste Schritt und ein Rahmen, der Entwicklung möglich macht.

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